ERSTGESPRÄCH IN DER KLINIK

Gestern hatte ich mein Erstgespräch in der Klinik. Mein Vater und meine jüngere Schwester haben mich begleitet. Gegen 10:40 kamen wir bei der Klinik an. Zu meiner Überraschung fand ich das Gebäude von außen sogar recht schön.

Zunächst musste ich im Erdgeschoss alles Administrative klären und wurde dann zu der zuständigen Psychotherapeutin weitergeleitet. Fünf Minuten später saß ich einer etwas älteren Frau mit dunkelgrauen, schulterlangem Haar gegenüber. Außerdem war auch eine sehr junge angehende Psychotherapeutin anwesend.

Im Grunde war es ein klassisches Erstgespräch mit einer Psychotherapeutin. Sie fragte über meine Eltern, für mich relevante Ereignisse in meinen Leben und ob ich bereit dafür bin meinen Schutzpanzer aufzugeben.

Ich empfand es nur als etwas unangenehm von einer dritten Person beobachtet zu werden. Natürlich verstehe ich das dies Teil deren Ausbildung ist und es nunmal unumgänglich ist doch es war ungewohnt.

Es kann bis zu einem Jahr dauern bis ich aufgenommen werden kann jedoch kann es manchmal auch schneller gehen. Ich habe keine Angst vor dem Aufenthalt selbst aber davor das es hart werden wird.

Ein dreimonatiger stationärer Aufenthalt ist eben doch etwas anderes als einmal die Woche eine Therapiestunde zu haben. Die Intensität ist etwa wovor ich einfach großen Respekt habe.

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ICH HAB KEINEN BOCK MEHR

Ich hatte so etwas wie einen Streit mit meinen Vater. Er kommt nicht damit zurecht das mir so vieles egal ist und das ich eine provozierende Gleichgültigkeit an den Tag lege.

Mein Vater versteht nicht was Depressionen, Borderline und andere Zustände für mich bedeuten. Er weigert sich auch mal was darüber zu lesen um vielleicht mal einen nüchteren Einblick in das zu bekommen womit ich mich rumschlage.

Er weigerte sich die Krankheiten meiner Mutter zu ertragen weshalb es für mich nur logisch ist das er auch meine psychischen nicht sehen will. But sorry, ich kann mich nicht verbiegen und ich werde mich auch nicht verbiegen, bestimmt nicht für jemanden der sich gefühlte zwanzig Jahre zu spät Sorgen macht.

Ich habe ihn wortwörtlich gesagt das ich lieber sterbe als dieses Leben zu leben. Doch seine Antwort war das ist Dumm. Mag sein. Dann antwortete ich ihn auf seine Nachricht, das es stimmt das mir alles egal ist und ich keine Freunde empfinde, bzw. es nicht zulasse, daraufhin ruft er mich an und fragt was mit mir los ist.

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GEDANKENMÜLL #?

Wieder liege ich wach und meine Gedanken kreisen sich um meine Familie, eigentlich um meine Verwandten. Um meine Großcousine und meinen Großcousin die ich das letzte mal auf der Beerdigung meiner Mutter sah. Grade denke ich viel über sie nach, mag sein das ich sie ein wenig vermisse.

Ich habe mit diesen Teil meiner Verwandtschaft eher weniger zu tun, was mich manchmal auch traurig macht.

Egal. Ich kann auf jeden fall wieder mal nicht richtig einschlafen. Es liegt auch nicht an der Hitze. Es ist grade sehr sogar mega windig und kühl. Natürlich denke ich auch an mein eigenes Leben. Wohin es führt und ob es sich etwas bringt.

Ich bin so verdammt müde. Ich wache morgens auf, ich bin müde, ich leg mich abends hin ich bin müde und 95% meiner Zeit verlasse ich nichtmal das Haus. Ich schreibe meine Bewerbungen und bekomme Absagen und Absagen und Absagen. Langsam aber sicher habe ich darauf keinen Bock mehr.

Ich weiß einfach nicht was ich falsch mache oder woran es liegt das ich selbst nach den Bewerbungsgesprächen Absagen bekomme. Ich führe es meistens darauf zurück das sie alle samt ungern übergewichtige Menschen einstellen. Vielleicht weil sie denken, die werden oft krank oder können aufgrund des Gewichts nicht 100% geben oder leisten.

–WILLKOMMEN IN DER REALEN FUCKING WELT, DA WO ALLES SCHEISSE IST–

Wie auch immer.

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citymind

BEI TAGE DA BEI NACHT ERST KLAR – GEDANKENMÜLL

Ich kann nicht schlafen. Meine Gedanken brüllen mich an, mit schreienden lauten Gebrüll.  Frage mich warum gute Menschen leiden müssen. In diesem Fall, warum eine meiner besten Freundinnen gerade eine Talfahrt ohne Notbremsung machen muss.

Eine dieser wenigen Menschen, die ein großes Herz und so viel Gutmütigkeit besitzen, das ihnen nicht aufällt wie großartig und bezaubernd sie sind.

Ich wünschte ich könnte so viel mehr für sie tun als einfach nur mal finaziell auszuhelfen oder ihr eine Schulter und ein Ohr zum ausweinen bieten. Vor zwei Tagen haben wir zweieinhalb Stunden miteinander telefoniert und geschätzt eine ganze Stunde habe ich mit ihr geheult.

Ihre Verzweiflung lässt mich auch verzweifeln. Denn ich kenne sie schon neun lange Jahre und mag sein das sie oft gefallen ist aber so tief wie jetzt war es noch nie.

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Was denn sonst?

Seit ein paar Tagen frage ich mich warum in aller Welt denn alles so kompliziert sein muss. Besser noch, warum bin ich so kompliziert? Seit über drei Jahren arbeite ich hart an mir. Verarbeite, verändere und erkenne aber anscheinend ist das nicht genug. Ich gebe eigentlich schon mein Bestes, okay, mal mehr mal weniger.

Ich wünschte mir das es einfach wäre alles Destruktive weg zu sperren und sich nie mehr darum zu kümmern. Genuagenommen tat ich das immer, bevor ich mit der Therapie begonnen hatte. War diese Methode nicht bewährt genug? Klar, weiß ich das es nichts bringt denn man geht dann durchs Leben mit unaufgearbeiteten Gefühlen und merkt irgendwann das etwas nicht stimmt oder nicht passt.

Ich fühle mich wie die Versagerin des 21. Jahrhunderts weil wieder mal im Raum steht ob ein stationärer Aufenthalt nicht besser für meine derzeitigen Gefühle und Gedanken wäre. Alles in mir schreit:“NEIN, AUF GAR KEINEN FALL IN EINE KLINIK“. Sogar gedanklich kann und will ich mich mit diesem Thema nicht anfreunden. Es würde bedeuten das ich versagt habe. Ich würde mich selbst damit enttäuschen denn ich hätte das Gefühl das ich nicht genug gegeben und nicht genug gekämpft hätte.

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WILLKOMMEN ZU EINEM WEITEREN CHAOTISCHEN POST

Heute ist einer dieser Tage wo ich heulend in einem dunklen Keller sitzen könnte, um mich für Stunden dieser Welt zu entziehen. Ich habe heute wieder Bewerbungen geschrieben. Ich hoffe schon gar nicht mehr auf Antworten.

Heute hatte ich auch wieder Therapiestunde. Eine anstrengende und kaum ausweichbare Stunde. Eigentlich wusste ich worüber ich heute sprechen wollte aber letztendlich bekam ich meinen Mund nicht auf. Woran es lag kann ich nicht sagen.

Ich weiß nur das mein Widerstand heute sehr stark, wie immer, ausgeprägt war. Ich weiß das ich Abstand davon halten sollte. Abstand von all meinen destruktiven Teilen, es sagt sich halt einfach so leicht.

Manchmal habe ich das Gefühl das meine Therapeutin denkt ich würde rein gar nichts verändern wollen. Natürlich stimmt das nicht aber es kommt oft einfach so rüber, denk ich.

Ich kann und will keine Entscheidungen treffen. Na, eigentlich will ich schon entscheiden aber dann kann ich es irgendwie nicht und scheiß dann einfach drauf. Verwirrend, ich weiß.

Dies ist wieder ein verwirrender Post, der kaum einen Sinn ergibt. Shit happens.

xx

citymind

 

30 Minuten auf der Parkbank

Resumee meines dritten Bewerbungsgespräch. Ich ärgere mich so über mich selbst. Warum hab ich mich nicht besser vorbereitet. Warum nicht besser auswendig gelernt. Warum nicht nochmal Wennfunktionsübungen geübt.

Die letzten Tage war ich ohnehin hin und her gerissen ob ich überhaupt zu diesem Gespräch gehen sollte. Meine Stimmen in mir waren zwischen „Hey Rita, du kannst das und du schaffst das“ und dem „Warum versuchst du es überhaupt. Verschwende deine eigene Zeit aber nicht deren“. Was soll ich sagen, guter Teil Null, destruktiver Teil 1.

Das Gespräch ansich war okay. Ich wurde nicht kritisch und abschätzig angeblickt und die Fragen waren in einem normalen Rahmen. Meine Wut bezieht sich lediglich auf mein nicht vorhandenes Wissen. Die Leute dort waren auch alle freundlich defacto gibt es schlimmeres.  Weiterlesen