GEDANKENMÜLL #?

Wieder liege ich wach und meine Gedanken kreisen sich um meine Familie, eigentlich um meine Verwandten. Um meine Großcousine und meinen Großcousin die ich das letzte mal auf der Beerdigung meiner Mutter sah. Grade denke ich viel über sie nach, mag sein das ich sie ein wenig vermisse.

Ich habe mit diesen Teil meiner Verwandtschaft eher weniger zu tun, was mich manchmal auch traurig macht.

Egal. Ich kann auf jeden fall wieder mal nicht richtig einschlafen. Es liegt auch nicht an der Hitze. Es ist grade sehr sogar mega windig und kühl. Natürlich denke ich auch an mein eigenes Leben. Wohin es führt und ob es sich etwas bringt.

Ich bin so verdammt müde. Ich wache morgens auf, ich bin müde, ich leg mich abends hin ich bin müde und 95% meiner Zeit verlasse ich nichtmal das Haus. Ich schreibe meine Bewerbungen und bekomme Absagen und Absagen und Absagen. Langsam aber sicher habe ich darauf keinen Bock mehr.

Ich weiß einfach nicht was ich falsch mache oder woran es liegt das ich selbst nach den Bewerbungsgesprächen Absagen bekomme. Ich führe es meistens darauf zurück das sie alle samt ungern übergewichtige Menschen einstellen. Vielleicht weil sie denken, die werden oft krank oder können aufgrund des Gewichts nicht 100% geben oder leisten.

–WILLKOMMEN IN DER REALEN FUCKING WELT, DA WO ALLES SCHEISSE IST–

Wie auch immer.

xx

citymind

BEI TAGE DA BEI NACHT ERST KLAR – GEDANKENMÜLL

Ich kann nicht schlafen. Meine Gedanken brüllen mich an, mit schreienden lauten Gebrüll.  Frage mich warum gute Menschen leiden müssen. In diesem Fall, warum eine meiner besten Freundinnen gerade eine Talfahrt ohne Notbremsung machen muss.

Eine dieser wenigen Menschen, die ein großes Herz und so viel Gutmütigkeit besitzen, das ihnen nicht aufällt wie großartig und bezaubernd sie sind.

Ich wünschte ich könnte so viel mehr für sie tun als einfach nur mal finaziell auszuhelfen oder ihr eine Schulter und ein Ohr zum ausweinen bieten. Vor zwei Tagen haben wir zweieinhalb Stunden miteinander telefoniert und geschätzt eine ganze Stunde habe ich mit ihr geheult.

Ihre Verzweiflung lässt mich auch verzweifeln. Denn ich kenne sie schon neun lange Jahre und mag sein das sie oft gefallen ist aber so tief wie jetzt war es noch nie.

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Was denn sonst?

Seit ein paar Tagen frage ich mich warum in aller Welt denn alles so kompliziert sein muss. Besser noch, warum bin ich so kompliziert? Seit über drei Jahren arbeite ich hart an mir. Verarbeite, verändere und erkenne aber anscheinend ist das nicht genug. Ich gebe eigentlich schon mein Bestes, okay, mal mehr mal weniger.

Ich wünschte mir das es einfach wäre alles Destruktive weg zu sperren und sich nie mehr darum zu kümmern. Genuagenommen tat ich das immer, bevor ich mit der Therapie begonnen hatte. War diese Methode nicht bewährt genug? Klar, weiß ich das es nichts bringt denn man geht dann durchs Leben mit unaufgearbeiteten Gefühlen und merkt irgendwann das etwas nicht stimmt oder nicht passt.

Ich fühle mich wie die Versagerin des 21. Jahrhunderts weil wieder mal im Raum steht ob ein stationärer Aufenthalt nicht besser für meine derzeitigen Gefühle und Gedanken wäre. Alles in mir schreit:“NEIN, AUF GAR KEINEN FALL IN EINE KLINIK“. Sogar gedanklich kann und will ich mich mit diesem Thema nicht anfreunden. Es würde bedeuten das ich versagt habe. Ich würde mich selbst damit enttäuschen denn ich hätte das Gefühl das ich nicht genug gegeben und nicht genug gekämpft hätte.

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WILLKOMMEN ZU EINEM WEITEREN CHAOTISCHEN POST

Heute ist einer dieser Tage wo ich heulend in einem dunklen Keller sitzen könnte, um mich für Stunden dieser Welt zu entziehen. Ich habe heute wieder Bewerbungen geschrieben. Ich hoffe schon gar nicht mehr auf Antworten.

Heute hatte ich auch wieder Therapiestunde. Eine anstrengende und kaum ausweichbare Stunde. Eigentlich wusste ich worüber ich heute sprechen wollte aber letztendlich bekam ich meinen Mund nicht auf. Woran es lag kann ich nicht sagen.

Ich weiß nur das mein Widerstand heute sehr stark, wie immer, ausgeprägt war. Ich weiß das ich Abstand davon halten sollte. Abstand von all meinen destruktiven Teilen, es sagt sich halt einfach so leicht.

Manchmal habe ich das Gefühl das meine Therapeutin denkt ich würde rein gar nichts verändern wollen. Natürlich stimmt das nicht aber es kommt oft einfach so rüber, denk ich.

Ich kann und will keine Entscheidungen treffen. Na, eigentlich will ich schon entscheiden aber dann kann ich es irgendwie nicht und scheiß dann einfach drauf. Verwirrend, ich weiß.

Dies ist wieder ein verwirrender Post, der kaum einen Sinn ergibt. Shit happens.

xx

citymind

 

30 Minuten auf der Parkbank

Resumee meines dritten Bewerbungsgespräch. Ich ärgere mich so über mich selbst. Warum hab ich mich nicht besser vorbereitet. Warum nicht besser auswendig gelernt. Warum nicht nochmal Wennfunktionsübungen geübt.

Die letzten Tage war ich ohnehin hin und her gerissen ob ich überhaupt zu diesem Gespräch gehen sollte. Meine Stimmen in mir waren zwischen „Hey Rita, du kannst das und du schaffst das“ und dem „Warum versuchst du es überhaupt. Verschwende deine eigene Zeit aber nicht deren“. Was soll ich sagen, guter Teil Null, destruktiver Teil 1.

Das Gespräch ansich war okay. Ich wurde nicht kritisch und abschätzig angeblickt und die Fragen waren in einem normalen Rahmen. Meine Wut bezieht sich lediglich auf mein nicht vorhandenes Wissen. Die Leute dort waren auch alle freundlich defacto gibt es schlimmeres.  Weiterlesen

FOR THE STRONGEST WOMAN I EVER KNEW – MY MOTHER

Hallo Mama!

Heute ist der Tag wo Mütter europaweit geehrt werden. Diese wundervollen Menschen die so viel leisten und schaffen und sich nicht darüber beschweren das es keiner sieht. Heute ist einer dieser Tage wo du mir so schmerzlich fehlst. Auch weil die letzten drei Tage ziemlich mies waren.

Heute würden wir zusammen reden, lachen und Blödsinn machen. Wir würden über das Leben reden und über das was alles noch möglich ist. Du würdest vermutlich schmunzelnd blicken und die ein oder andere Idee nicht kommentieren.

Weißt du, es gibt viele Dinge die ich so gerne mit dir bereden wollen würde. Doch ich glaube ich würde dich einfach nur umarmen und dich nie wieder los lassen. Ich würde den Moment bewusster leben und wahrnehmen als den letzen Moment den ich mit dir hatte.

Ich kann heute nicht gut beschreiben wie sehr du mir fehlst. Du warst meine Stütze. Klar du hattest es selbst oft schwer dennoch hast du mir immer so gut du konntest beigestanden. Viele Dinge wusste ich nicht als du noch gelebt hast. Vieles wurde mir erst im Nachhinein zu teil, vieles das für mich, all das verständlich gemacht hätte. Weiterlesen

NOBODY UNDERSTANDS 

Heute ist so ein Tag wo ich das Gefühl habe das mich niemand versteht. Keiner mit dem ich heute gesprochen habe versteht mich. Ich fühle mich gerade so alleine und das mag schon etwas heißen weil allein sein kann ich im Normalfall am besten. 

Ich meine ich erwarte nicht wirklich das ich verstanden werde aber ich fühle mich immer wie vor dem Kopf gestoßen wenn sie es nicht tun. Doch wie kann jemand meine Gefühle, meine Weltanschauung oder gar meine Perspektive, aus all diesem Ballast, verstehen.

Ich sitze in meinen Zimmer und zerbreche mir den Kopf darüber wie ich das unverständliche  greifbar machen kann. Obwohl ich eigentlich genau weiß das es niemanden wirklich interessiert. Natürlich nicht, man kann es ja nicht sehen, ich laufe ja nicht mit einen Gipsbein umher oder hätte irgendwelche anderen körperlich sichtbaren Verletzungen. Obwohl meine Narben des Selbstverletzens schon für sich sprechen. 

Doch da darf man auch nicht vergessen das man ja gleich übelst gestört ist und eine Ritzerin und ein kleiner Psycho. Vor allem im Sommer wenn man seine Narben nicht richtig verstecken kann oder will weil es wahnsinnig heiß ist. 

Oft quäle ich mich mit den Gedanken, das ich doch sowieso selbst schuld daran bin und ich es vermutlich nicht anders verdient habe. Doch oft einfach auch das ich nur ein Mensch bin. Eine junge Frau die in ihrem Leben schon sehr viel gelitten und überstanden hat. Da ist es doch auch verständlich das ich das irgendwie körperlich auch bemerkbar macht. 

Egal wie man es dreht und wendet, man trägt für die Gesellschaft, immer selbst Schuld an seiner psychischen Erkrankung. Das schlimmste an alle dem ist das Menschen die keine Ahnung haben immer glauben das sie es besser wissen. 

xx

citymind