Archiv für den Monat April 2017

MEIN BITTERER ANTEIL

Gestern hatte ich meinen wöchentlichen Therapeuten Termin. Da es in letzter Zeit wieder sehr schwierig war, habe ich erfolgreich versucht mich aus meinen Abwärts-Strudel rauszuziehen. Ich habe meine Gedanken und Gefühle, in der vergangen Woche, in mein Notizbuch geschrieben und mir erneut meine Therapieziele vor Augen geführt.

Dabei entfachte ein Gedanke der mir sehr komisch aber auch sehr hilfreich vor kam. Dadurch das ich in meinen Leben schon sehr viel Trauma erlebt habe hat sich mein inneres in verschiedene Teile gespalten.

Es ist nämlich so, wenn ein Mensch etwas schlimmes für ihn traumatisches erlebt dann spaltet sich die Seele in den Teil der verletzt ist, der wird so im inneren ‚verstaut‘ das man nicht ständig daran denkt. Der zweite Teil ist jener der weiterhin funktioniert, wir essen, schlafen, duschen und gehen unseren alltäglichen Dingen nach.

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NOTFALLKOFFER

Damit man für den Ernstfall gewappnet ist, auch unterwegs, kann man sich einen kleinen Notfallkoffer packen, der für den Notfall 3-4 Stresstoleranz-Skills enthält.

Was in deinen Notfallkoffer drinnen sein könnte:

Stresstoleranzskills: Ammoniak, Finalgin, Chili, Kältespray, Fotots, etc.
Telefonliste von Freunden, die man anrufen kann. Reden hilft fast immer.
Notfalltelefon von Psychiatrie, dem Therapeuten oder Rettung, Polizei

In die Tasche gepackt oder in der Hosentasche fällt es nicht auf und sie sind praktisch und schnell anzuwenden.

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5 MODULE DER SPANNUNGSKURVE

Die Module der Spannungskurve setzen sich aus der Achtsamkeit, dem Selbstwert, den zwischenmenschlichen Beziehungen, dem Bewussten Umgang mit Gefühlen und der Stresstoleranz zusammen. Die Spannungskurve kann helfen den Grad der inneren Anspannung zu erkennen damit man mit den dafür geeigneten Skills darauf reagieren kann.

Die Spannungskurve wird in Prozent gemessen:

Bis 30% ist die Achtsamkeit
Bis 40% ist der Selbstwert
Bis 50% sind die zwischenmenschlichen Beziehungen
Bis 60% ist der bewusste Umgang mit Gefühlen
Bei 70% liegt die Stresstoleranz & der Point of no return ist erreicht.

Der Point of no return ist der Punkt wo es sich meistens um finale Gedanken handelt, wie z.B. das alles keinen Sinn mehr macht und das sich jetzt selbst zu verletzen das beste ist usw. Nach dem Point of no return folgt kein funktionales Verhalten mehr sondern im normal Fall nur noch das sichtbare Problemverhalten.

Für einen Borderliner ist dies die Selbstverletzung. Über das Selbstverletzende Verhalten und meine persönlichen Erfahrungen damit erzähle ich dir hier.

Gerne lese ich auch deine persönlichen Erfahrungen mit dem ein oder anderen Thema. Wir lesen uns.

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STRESSTOLERANZ

Ab einer Anspannung von 70%, wir erinnern uns an den Point of no return, können für den ersten Moment nur Skills helfen die starke sensorische Reize auslösen, wie Schmerz oder etwas scharfes. In solch einer Situation braucht es eine Unterbrechung des schwer aashaltbaren Zustands. Es ist wichtig den Zustand erstmal zu akzeptieren aber auch wichtig zu erlernen, dass man etwas tun kann, um dem entgegenzuwirken. Man braucht sich nicht zu verletzen, Drogen nehmen oder Sportankäufe tätigen. Das kann nun zur Vergangenheit werden, wenn manisch bewusst dafür entscheidet und regelmäßig seine für sich persönlich wirksamen Skills anwendet.

Stresstoleranz-Skills:

Spüren: 

  • Kaltes Wasser über das Gesicht laufen lassen
  • Den Kopf in ein Becken mit kaltem Wasser tauchen
  • Einen Eiswürfel in die Hand, oder in den Mund nehmen
  • Eine kalte Dusche nehmen
  • Einen Egelball über die Arme rollen
  • Mit Ihren bloßen Füßen über einem Holzstab rollen
  • Gummiband, Haargummi oder Wurzelbürste auf der Haut
  • Eisgelkissen auf der Haut
  • Wechseldusche, warm/kalt nehmen
  • Mit nackten Füßen einem Bach stehen
  • Auf kleinen Murmeln balancieren
  • Auf Kies, Tonkügelchen oder Katzenstreu gehen

Schmecken:

  • Chilischoten kauen
  • Scharfe Sauce im Mund
  • In frischen Rettich beißen
  • Saure Süßigkeiten kauen oder zergehen lassen
  • Fisherman’s Friend lutschen
  • Airwaves kauen
  • Frischen Zitronensaft trinken
  • Scharfe Zahnpasta im Mund

Hören:

  • laute, knallende oder pfeifende Geräusche direkt am Ohr produzieren den Kopfhörer auf setzen und aufmunternde, rhythmische Musik hören

Sehen:

  • Nach oben blicken und die Augen rhythmisch nach links und rechts bewegen, den Zeiger einen Metronoms beobachten
  • Ein einfaches Jump and run Computerspiel wie Tetris oder Packmann spielen
  • Jemanden bitten Fingerbewegungen zu machen, denen man mit den Blicken folgen kann

Riechen:

  • eine Prise scharfen Schnupftabak schnupfen
  • Ammoniak zufächeln
  • Japanisches Heilöl oder Albas, Tigerbalm
  • Meerrettich im Glas
  • Eukalyptus- Erfrischungstücher

Was hilft dir? Wie Stresstolerant bist du?

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BEWUSSTER UMGANG MIT GEFÜHLEN

Wieso haben wir Gefühle? Wieso brauchen wir Gefühle? Wir brauchen unsere Gefühle, unsere schlechten wie unsere guten, um mit anderen Menschen kommunizieren zu können. Auch für unsere Lebendigkeit sind sie sehr wichtig.

Sie bringen uns Informationen über unsere Umwelt, sie lässt uns verstehen was mit uns oder mit anderen los ist. Wir brauchen unsere Gefühle um Empfindlichkeiten sowie Mimik und Gestik auszudrücken.  Sie motivieren uns zum handeln und sorgen dafür das wir im sozialen Gefüge leben können außerdem zeigen sie was wir wollen oder nicht wollen.

Ziele des Moduls bewusster Umgang mit Gefühlen:

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PHILOSOPHISCHE LIEBLINGSWORTE

  1. thymos gr. >der Mut< (Seelenanteile)
  2. Thetis gr. Thetike, urspr. die Wissenschaft von den Festsetzungen, bei I. Kant
  3. Theurgie gr. >göttliches Werk<, die Kunst, durch Magie Götter und Geister zu beschwören und sie sich dienstbar zu machen
  4. Thesophie gr. die Gottesweisheit, Bez. des Wissens um das Göttliche dich ummittelbare Erkenntnis, durch erleben des Göttlichen und die mystische Vereinigung mit ihm
  5. Bewusstseinsmonisums nehmt man die erkenntnistheoretische Richtung in der Philosophie
  6. doimonien gr. >kleiner Gott< (lat. demonium), nannte Sokrates, nach Xenophon und Plato die innere Stimme, der er folgte und die er als etwas göttliches wusste
  7. de omnibus dubitandum lat. >es ist an allem zu Zweifeln<
  8. vino veritas lat. >im Wein liegt die Wahrheit<
  9. deus lat. >Gott< Lichtwesen
  10. dialektisch gegensätzlich, in Widersprüchen sich bewegend, sich selbst widerstreitend

ZWISCHENMENSCHLICHE FÄHIGKEITEN

Ziele der zwischenmenschlichen Fähigkeiten sind die Sicherheit im Umgang mit anderen Menschen zu erlangen und die Verbesserung sozialer Kompetenz und Kommunikation.

Soziale Kompetenz oder auch die soziale Intelligenz ist die Fähigkeit, andere zu verstehen sowie sich seinem Gegenüber situationsangemessen und klug zu verhalten.

Um mit sich selbst gut umzugehen sind Dinge wie, Selbstwertgefühl, Selbstvertrauen, Urvertrauen, Selbstwirksamkeit, Selbstbeobachtung, Eigenverantwortung und Selbstdisziplin von hoher Bedeutung.

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