Archiv für den Monat Mai 2017

WILLKOMMEN ZU EINEM WEITEREN CHAOTISCHEN POST

Heute ist einer dieser Tage wo ich heulend in einem dunklen Keller sitzen könnte, um mich für Stunden dieser Welt zu entziehen. Ich habe heute wieder Bewerbungen geschrieben. Ich hoffe schon gar nicht mehr auf Antworten.

Heute hatte ich auch wieder Therapiestunde. Eine anstrengende und kaum ausweichbare Stunde. Eigentlich wusste ich worüber ich heute sprechen wollte aber letztendlich bekam ich meinen Mund nicht auf. Woran es lag kann ich nicht sagen.

Ich weiß nur das mein Widerstand heute sehr stark, wie immer, ausgeprägt war. Ich weiß das ich Abstand davon halten sollte. Abstand von all meinen destruktiven Teilen, es sagt sich halt einfach so leicht.

Manchmal habe ich das Gefühl das meine Therapeutin denkt ich würde rein gar nichts verändern wollen. Natürlich stimmt das nicht aber es kommt oft einfach so rüber, denk ich.

Ich kann und will keine Entscheidungen treffen. Na, eigentlich will ich schon entscheiden aber dann kann ich es irgendwie nicht und scheiß dann einfach drauf. Verwirrend, ich weiß.

Dies ist wieder ein verwirrender Post, der kaum einen Sinn ergibt. Shit happens.

xx

citymind

 

30 Minuten auf der Parkbank

Resumee meines dritten Bewerbungsgespräch. Ich ärgere mich so über mich selbst. Warum hab ich mich nicht besser vorbereitet. Warum nicht besser auswendig gelernt. Warum nicht nochmal Wennfunktionsübungen geübt.

Die letzten Tage war ich ohnehin hin und her gerissen ob ich überhaupt zu diesem Gespräch gehen sollte. Meine Stimmen in mir waren zwischen „Hey Rita, du kannst das und du schaffst das“ und dem „Warum versuchst du es überhaupt. Verschwende deine eigene Zeit aber nicht deren“. Was soll ich sagen, guter Teil Null, destruktiver Teil 1.

Das Gespräch ansich war okay. Ich wurde nicht kritisch und abschätzig angeblickt und die Fragen waren in einem normalen Rahmen. Meine Wut bezieht sich lediglich auf mein nicht vorhandenes Wissen. Die Leute dort waren auch alle freundlich defacto gibt es schlimmeres.  Weiterlesen

FOR THE STRONGEST WOMAN I EVER KNEW – MY MOTHER

Hallo Mama!

Heute ist der Tag wo Mütter europaweit geehrt werden. Diese wundervollen Menschen die so viel leisten und schaffen und sich nicht darüber beschweren das es keiner sieht. Heute ist einer dieser Tage wo du mir so schmerzlich fehlst. Auch weil die letzten drei Tage ziemlich mies waren.

Heute würden wir zusammen reden, lachen und Blödsinn machen. Wir würden über das Leben reden und über das was alles noch möglich ist. Du würdest vermutlich schmunzelnd blicken und die ein oder andere Idee nicht kommentieren.

Weißt du, es gibt viele Dinge die ich so gerne mit dir bereden wollen würde. Doch ich glaube ich würde dich einfach nur umarmen und dich nie wieder los lassen. Ich würde den Moment bewusster leben und wahrnehmen als den letzen Moment den ich mit dir hatte.

Ich kann heute nicht gut beschreiben wie sehr du mir fehlst. Du warst meine Stütze. Klar du hattest es selbst oft schwer dennoch hast du mir immer so gut du konntest beigestanden. Viele Dinge wusste ich nicht als du noch gelebt hast. Vieles wurde mir erst im Nachhinein zu teil, vieles das für mich, all das verständlich gemacht hätte. Weiterlesen

NOBODY UNDERSTANDS 

Heute ist so ein Tag wo ich das Gefühl habe das mich niemand versteht. Keiner mit dem ich heute gesprochen habe versteht mich. Ich fühle mich gerade so alleine und das mag schon etwas heißen weil allein sein kann ich im Normalfall am besten. 

Ich meine ich erwarte nicht wirklich das ich verstanden werde aber ich fühle mich immer wie vor dem Kopf gestoßen wenn sie es nicht tun. Doch wie kann jemand meine Gefühle, meine Weltanschauung oder gar meine Perspektive, aus all diesem Ballast, verstehen.

Ich sitze in meinen Zimmer und zerbreche mir den Kopf darüber wie ich das unverständliche  greifbar machen kann. Obwohl ich eigentlich genau weiß das es niemanden wirklich interessiert. Natürlich nicht, man kann es ja nicht sehen, ich laufe ja nicht mit einen Gipsbein umher oder hätte irgendwelche anderen körperlich sichtbaren Verletzungen. Obwohl meine Narben des Selbstverletzens schon für sich sprechen. 

Doch da darf man auch nicht vergessen das man ja gleich übelst gestört ist und eine Ritzerin und ein kleiner Psycho. Vor allem im Sommer wenn man seine Narben nicht richtig verstecken kann oder will weil es wahnsinnig heiß ist. 

Oft quäle ich mich mit den Gedanken, das ich doch sowieso selbst schuld daran bin und ich es vermutlich nicht anders verdient habe. Doch oft einfach auch das ich nur ein Mensch bin. Eine junge Frau die in ihrem Leben schon sehr viel gelitten und überstanden hat. Da ist es doch auch verständlich das ich das irgendwie körperlich auch bemerkbar macht. 

Egal wie man es dreht und wendet, man trägt für die Gesellschaft, immer selbst Schuld an seiner psychischen Erkrankung. Das schlimmste an alle dem ist das Menschen die keine Ahnung haben immer glauben das sie es besser wissen. 

xx

citymind

GE-DA-NK-EN-CHA-OS #

Meine Müdigkeit ist teilweise schon wirklich nicht mehr zu ertragen. Bei bis zu zehn Stunden Schlaf täglich, mal mehr mal weniger, fühle ich mich einfach wahnsinnig erschöpft.

Kleinigkeiten bringen mich zum ausrasten. Um ein Beispiel zu nennen, eine nicht einwandfreie WLAN-Verbindung lässt mich innerlich aufbrausen. Am liebsten würde ich dann einfach meinen Laptop aus dem Fenster werfen.

Noch dazu habe ich ständig das Gefühl das mich niemand, der mir nahe steht, versteht. Nicht das ich es erwarten würde, nein, ich denke nur das es manchmal besser wäre für die allgemeine Kommunikation wenn sie verstehen könnten warum meine Gefühle oft so verrückt spielen oder warum mich manchmal alles einfach nur anstrengt und überfordert.

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ICH BIN SO UND SO ABER SO BIN ICH AUCH


— TRIGGER WARNING —


Manchmal habe ich das Gefühl zu viele. Ich habe so viele Persönlichkeitsanteile das ich manchmal das Gefühl habe das ich verrückt werde. Vor allem meine destruktiven Anteile sind sehr stark vertreten. Ein Auszug aus meiner heutigen Therapiestunde:

Ich hatte einen Traum über meinen eigenen Suizid. Ich stand an einem Brückengeländer, ging hin und her. Dann war da ein Typ, der ungefähr in meinen Alter war und mir mein Vorhaben ausreden wollte. Ich schrie ihn entgegen, jedes Mal wenn ich daran denke zu sterben, stell ich mir vor wie ich mir meine Kehle durchschneide. Danach bin ich aufgewacht. Die erste Frage die ich mir stellte war, wenn ich mir vorstelle mir meine Kehle durch zu trennen, warum stand ich dann auf einem Brückengeländer? Genau so erzählte ich es auch meiner Therapeutin.

Meine Todessehnsucht ist nach wie vor vorhanden. Das spannende in meinem System ist, das es etwas gibt das immer wieder weitermacht, sich nicht unterkriegen lässt und von ganz allein und automatisch funktioniert. Mal mehr mal weniger.

Das nur ein Teil von mir sterben will weiß ich auch schon längst doch es stellt sich mir immer wieder die Frage wo fängt dieser Teil an und wo höre ich auf. Ich verstehe das nicht, ich kann es einfach nicht wahrnehmen geschweige denn kann ich es differenzieren.

Seit über drei Jahren mache ich Therapie und konnte bis jetzt meinen Suizidalen Anteil nicht aufgeben. Ich hole mir diesen Teil oft genug vor, wenn es mir schlecht geht. Jetzt könnte man sich natürlich fragen warum tut sie das? Die Antwort ist Sicherheit. Es gibt mir das Gefühl von absoluter Sicherheit und Endgültigkeit. Denn mein Tod wäre für dieses Irdische Leben endgültig.

xx

ALLES ZU VIEL…

Ich bin gerade so überfordert mit mir und meiner Umwelt und all den Dingen die ich sollte und muss. Ich kann grade echt nicht mehr.

Ich habe mich geschnitten. Leider funktioniert das mit dem Skalpell nicht so gut weil es rund ist. Ich hasse diese Teile, die sind nur gut um zu basteln. Ich hasse mich und ich hasse vor allem dieses Leben. Ich will nicht mehr leben. Ich will nicht mehr müssen oder sollen. Ich will nichts sein. So leicht wie Luft so weit weg von dem was ich bin.

Ich habe das Gefühl ich müsse mich ändern um dazu zu gehören, zu der Gesellschaft. Mich besser anpassen. Doch im selben Moment denke ich mir, scheiß drauf und will sterben. Angeblich soll der Tod wenn er von selbst herbeigeführt wurde wahnsinnig schwierig und schmerzhaft für die Seele sein doch was sind diese Gefühle gegen ein Leben voll mit Schmerz.

Ich bin einfach nicht genug. Ich kann nicht genug und vor allem kann ich keine Erwartungen erfüllen. Die Welt hat so viele davon und die Menschen haben gefühlt nochmal doppelt so viele. Ich weiß nicht wie ich damit umgehen soll. Ich passe einfach nicht in diese Welt. Ich will vielleicht gar nicht in diese Welt passen.

So viele Möglichkeiten um dieses Leben zu beenden und so wenig Mut irgendwas davon durchzuziehen. Neulich habe ich geträumt das ich auf ein Brückengeländer stand und ein Mann Mitte zwanzig wollte mich davon abhalten zu springen und ich habe ihm entgegen geschrien, ich denke so oft daran mir einfach die Kehle durchzuschneiden. Dann bin ich aufgewacht und war übelst verwirrt. Aber wie singt der Sänger von Silverchair, my suiciadial dream…

Vermutlich lese ich morgen diesen Beitrag und ärgere mich weil er so verwirrend ist. Darauf geschissen.

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