BEI TAGE DA BEI NACHT ERST KLAR – GEDANKENMÜLL

Ich kann nicht schlafen. Meine Gedanken brüllen mich an, mit schreienden lauten Gebrüll.  Frage mich warum gute Menschen leiden müssen. In diesem Fall, warum eine meiner besten Freundinnen gerade eine Talfahrt ohne Notbremsung machen muss.

Eine dieser wenigen Menschen, die ein großes Herz und so viel Gutmütigkeit besitzen, das ihnen nicht aufällt wie großartig und bezaubernd sie sind.

Ich wünschte ich könnte so viel mehr für sie tun als einfach nur mal finaziell auszuhelfen oder ihr eine Schulter und ein Ohr zum ausweinen bieten. Vor zwei Tagen haben wir zweieinhalb Stunden miteinander telefoniert und geschätzt eine ganze Stunde habe ich mit ihr geheult.

Ihre Verzweiflung lässt mich auch verzweifeln. Denn ich kenne sie schon neun lange Jahre und mag sein das sie oft gefallen ist aber so tief wie jetzt war es noch nie.

Mag verrückt klingen aber da es ihr sehr dreckig geht und ich ständig angst habe das sie sich etwas antun könnte, schreibe ich ihr zweimaö täglich:“Lebenszeichen?“ Sie lässt nur schwer wem an sich ran wenn die Kummer hat aber so habe ich wenigstens die gewissheit das sie noch lebt. Doch es ist nicht nur das. Da sie gesundheitlich sehr schlecht aufgestellt ist mache ich mir oft Sorgen das sie sterben könnte. Sie ist 23 Jahre jung und ihr Körper ist eine Katastrophe.

Ein weiterer Grund für meine Schlaflosigkeit ist bestimmt auch mein eigenes Leben. Ich höre so oft du bist doch noch soooo jung, du kannst alles erreichen was du möchtest. Selten so gelacht. Ich habe das bittere Gefühl das ich kein glückliches Leben führen werde, egal wie ich meine Therapie auch abschließen mag. Vermutlich ist es aus therapeutischer Sicht eine große Verbesserung wenn man sich dann nicht mehr ständig umbringen möchte bzw. nicht anfauernd daran denkt.

Letzte Therapeiestunde ging ich meinen Suizid Anteil an und jetzt gerade in diesem Moment bin ich mir nicht mehr so sicher ob das klug war.

Ich bin nicht glücklich weder bin ich zufrieden. Ich spüre so eine Unruhe, mag von der Arbeitslosigkeit kommen, jedenfalls es macht mich verrückt. Niemand ist immer nur glücklich, ja schon klar, weiss ich.  Ich bin traurig und vor allem bin ich wütend, hoffnungslos und mir fehlt irgendwie die Orientierung. Noch dazu vermisse ich meine Mutter und am allermeisten aber vermisse ich die Illusion meines Lebens als sie noch lebte.

In meinen Kopf ist kein Platz mehr für mehr Müll, er steht kurz vor dem platzen.

Cheers.

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