Archiv der Kategorie: EXPERIENCE

SCHLAFPARALYSE & ANGST?

Heute gegen sechs Uhr früh hatte ich eine kleine aber wirklich hässliche Schlafparalyse. Ich lag am Rücken in meinen Bett, mein Kopf war nach rechts gedreht. Ich konnte mich nicht bewegen. Meine Augen waren geschlossen und ich bekam keine Luft. Dazu hörte ich einen tiefe, fast dämonische klingende Stimme die sagte:“Wer sonst?“. Das hörte ich bestimmt dreimal bis es mir endlich gelang aufzuwachen.

Ich weiß das Schlafparalysen nicht ungewöhnlich sind und das 30% der Menschen einmal in ihrem Leben davon betroffen sind. Die meisten von ihnen erzählen das sie sich nicht bewegen können, sie Schatten und Stimmen wahrnehmen und Ähnliches.

Vielleicht steht die heutige Paralyse mit meinen derzeitigen Ängsten in Verbindung. Ich habe nicht nur Angst vor Dingen die ich eigentlich gut beeinflussen könnte sondern auch und vor allem vor denen die ich nicht beeinflussen kann.

Um ein Beispiel zu nennen, die derzeitige politische Lage bei uns in Österreich. Ich fühle mich unsicher und habe Angst das sich Dinge die vor knapp achtzig Jahren passierten sich wiederholen. Ich habe Angst mich irgendwo mal eingesperrt wiederzufinden nur weil ich es wage meine Meinung zu äußern und ähnliche Themen.

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DAS VERWUNSCHENE KIND

Gestern dachte ich noch ich komme klar. Ich habe nicht geweint und war vermutlich viel zu müde um zu verstehen das ich mit meinen Vermutungen die ganze Zeit recht hatte.

Seit ungefähr letztem Jahr hatte ich das Gefühl, unerwünscht und ein Fehler zu sein. Seit gestern weiß ich das diese Gefühle gerechtfertigt sind. Denn ich war nicht geplant und unerwünscht. Weder mein Vater noch meine Mutter waren begeistert davon das ich auf dem Weg war. (Ob Abtreibung im Raum stand, kann ich nicht mit Gewissheit sagen.)

Da ich immer sehr interessiert daran war den Grund für etwas zu wissen, zwecks Ursache und Wirkung habe ich mich schlau gelesen. Auf unzähligen Seiten im Internet. Wissenschaftliche Berichte und Studien in allen ist eines klar. Kinder die nicht erwünscht sind, waren, was auch immer, haben oft Probleme mit:

  • Bindungslosigkeit und gleichzeitig Verlassensängste
  • Schwierigkeiten zu vertrauen
  • Vernichtungsängste und Panikgefühle
  • Selbstzerstörerische Tendenzen

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KURZ UND VERWIRREND

Als ich ein Teenager war dachte ich oft das die Vergangenheit weniger schmerzhaft und leichter ist wenn man nicht an sie denkt und sie an manchen Stellen sogar einfach verleugnet.

Viele Jahre lang ab meinen 18. Lebensjahr, lebte ich mit dieser Ansicht. Ich verdrängte alles so gut ich konnte und konnte mich zu dieser Zeit nicht von diesem unnötigen Ballast befreien.

Wenige Monate nach dem Tod meiner Mutter begann ich eine Psychotherapie. Einmal Wöchentlich, bis heute. Zwischenzeitlich war es mir schon echt zu anstrengend sie durchzustehen, aber ich brach kein einziges Mal ab. Ich laß unzählige Erfahrungen von anderen Menschen die sich auch in Langzeittherapie befinden oder befanden. Bei fast allen Post wurde mir klar das Trauma das über Jahre geschah, Jahre braucht um zu heilen.

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KÄPT’N DIE HOFFNUNG SCHWINDET

Ich weiß gar nicht wie ich anfangen soll. Ich weiß auch nicht wie ich diesen Post schreiben soll ohne zu weinen. (Meine Augen sind geschwollen und tun schon weh, genauso wie mein Kopf. Ich heule jetzt schon seit mehreren Stunden). Ich bin am hin und her überlegen ob ich meine Therapeutin anrufe aber es ist Wochenende, da störe ich nicht so gerne.

Damit ihr es verstehen könnt muss ich an diesem Punkt etwas ausholen. Meine große Halbschwester wohnte mit ihrem Kind, sprich meinen Neffen, knapp sechseinhalb Jahr bei uns unterm Dach. Meine Mutter war immer sehr bemüht darum das sie ihr Leben wieder auf die Reihe bekommt und alles, mein Vater hat sich da immer rausgehalten. Als im November 2013 meine Mutter starb, musste mein Vater sich darum kümmern, doch er tat es nicht.

Nun, heute warf mein Vater nur so mit Vorwürfen, Fehlern und Zweifel nur so um sich. Alle betrafen meine kleine Schwester und mich. Nun eine Liste von Aussagen die wir heute zu hören bekommen haben:

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Der schmale Grad

Heute hatte ich wie üblich meine wöchentliche Therapiestunde. Sie war sehr tränenreich. Seit einiger Zeit bin ich ziemlich erschöpft und ich war auch seit einigen Tagen sehr traurig.

Im Laufe der Stunde kam in mir wieder eine längst verdrängte Erinnerung hoch. Es ging um meine Mutter. Es war eine dieser Erinnerungen die einen schmerzen wegen ihrer Intensität. Meine Therapeutin lotste mich wie immer sehr geschickt aus diesen Schmerzen die ich mit dieser Erinnerung verband. Kennt ihr Brainspotting? Nicht? 👇🏻

👉🏻 Wissenswertes über Brainspotting 👈🏻

Nun ja, als ich mich dann auf den Heimweg machte fühlte ich wie müde ich war und wie gerne ich anstatt die U-Bahn zu nehmen, mich gebeamt hätte. Wenn ich gewusst hätte das mein Tag noch ermüdender wird hätte ich wohl darauf verzichtet mein Zimmer zu verlassen.

Meine kleine Schwester und ich hatten meinen Vater gebeten einkaufen zu gehen, was ihn sonst auch nichts ausmachte war heute ein riesen Drama. Keine Ahnung was mit meinem Vater nicht stimmt aber er war ziemlich mies drauf. Ich dachte mir ich setze mich zu ihm an den Tisch und schau ob er sich unterhalten möchte…

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ICH HAB KEINEN BOCK MEHR

Ich hatte so etwas wie einen Streit mit meinen Vater. Er kommt nicht damit zurecht das mir so vieles egal ist und das ich eine provozierende Gleichgültigkeit an den Tag lege.

Mein Vater versteht nicht was Depressionen, Borderline und andere Zustände für mich bedeuten. Er weigert sich auch mal was darüber zu lesen um vielleicht mal einen nüchteren Einblick in das zu bekommen womit ich mich rumschlage.

Er weigerte sich die Krankheiten meiner Mutter zu ertragen weshalb es für mich nur logisch ist das er auch meine psychischen nicht sehen will. But sorry, ich kann mich nicht verbiegen und ich werde mich auch nicht verbiegen, bestimmt nicht für jemanden der sich gefühlte zwanzig Jahre zu spät Sorgen macht.

Ich habe ihn wortwörtlich gesagt das ich lieber sterbe als dieses Leben zu leben. Doch seine Antwort war das ist Dumm. Mag sein. Dann antwortete ich ihn auf seine Nachricht, das es stimmt das mir alles egal ist und ich keine Freunde empfinde, bzw. es nicht zulasse, daraufhin ruft er mich an und fragt was mit mir los ist.

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BEI TAGE DA BEI NACHT ERST KLAR – GEDANKENMÜLL

Ich kann nicht schlafen. Meine Gedanken brüllen mich an, mit schreienden lauten Gebrüll.  Frage mich warum gute Menschen leiden müssen. In diesem Fall, warum eine meiner besten Freundinnen gerade eine Talfahrt ohne Notbremsung machen muss.

Eine dieser wenigen Menschen, die ein großes Herz und so viel Gutmütigkeit besitzen, das ihnen nicht aufällt wie großartig und bezaubernd sie sind.

Ich wünschte ich könnte so viel mehr für sie tun als einfach nur mal finaziell auszuhelfen oder ihr eine Schulter und ein Ohr zum ausweinen bieten. Vor zwei Tagen haben wir zweieinhalb Stunden miteinander telefoniert und geschätzt eine ganze Stunde habe ich mit ihr geheult.

Ihre Verzweiflung lässt mich auch verzweifeln. Denn ich kenne sie schon neun lange Jahre und mag sein das sie oft gefallen ist aber so tief wie jetzt war es noch nie.

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