Archiv der Kategorie: PSYCHE

DAS IST JA VERRÜCKT

Heute bin ich wirklich sehr müde. Ich habe mich absolut geweigert einzuschlafen. Ich hatte zu große Angst ich könnte heute nochmal eine Schlafparalyse erleben. Ich müsste lügen wenn ich sagen würde es hat mir keine Angst gemacht. Ich hatte schon öfter Schlafparalysen, nicht zuletzt weil es auch ein natürlicher Mechanismus des Menschen ist. Nur noch nie hatte ich so eine die mich so geängstigt hat.

Im Verhältnis zu all meinen anderen Emotionen habe ich wirklich wenig angst. Die Angst ist ein Gefühl das ich leicht unterdrücken kann, ich kann sie wegschieben und wenn es gut läuft kann ich sie auch richtig gut verdrängen. Doch wie wir wissen ist Verdrängung nicht das Mittel zur Lösung.

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TÄUSCHENDE LEERE

Egal was ich heute anfange, ob zeichnen, schreiben oder denken, alles endet mit Frustration. Ein Bild das ich 6 Mal neu anfing lies ich nach dem letzten Versuch einfach bleiben. Zeile für Zeile die ich schrieb fiel der Rückgängig-Taste zum Opfer. Meine Gedanken sind inhaltslos und aber auch nicht greifbar, fast so als ob sie hinter einer Wand an mir vorbeiziehen.

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SELBST-MORD-GEDANKEN #

Jetzt liege ich in meinen Bett und schaue bestimmt schon den vierten Horrorfilm heute. Mir ist absolut bewusst das ich damit meinen Inneren Teil der sterben möchte nähre. Heute habe ich wieder vermehrt daran gedacht. Grad vorhin, in der Dusche dachte ich mir einfach die Meds nehmen und einschlafen. Automatisch dachte ich an eine Nebenwirkung an die ich immer denke wenn mir diese Gedanken kommen. Atemnot. Eine Überdosis Antidepressiva und mehrere 100mg Truxal befördern einen wenigstens ins Koma falls die erhoffte Wirkung nicht eintrifft.

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MEINE DAMEN UND HERREN DER TIEFPUNKT IST NOCH NICHT ERREICHT

Heute ist ein richtig, richtig schlechter Tag. Gegen zwei Uhr Früh habe ich es nach einen Kamillentee zum gefühlt, zwanzigsten Mal versucht endlich einzuschlafen. Mit drei weiteren Folgen von meiner mitunter liebsten Serie The Big Bang Theory gelang es mir endlich einzuschlafen.

Nun zehn Stunden später wachte ich auf und das erste was ich danach tat war weinen. Alle Gedanken und alle Gefühle wiegen schwer. Meine Träume die ich Nachts hatte werden mir erst im Laufe des Tages bewusst und wenn sie das tun, wünschte ich mir ich würde nicht wissen was ich geträumt habe. Denn meine Träume sind nicht nachvollziehbar und absolut sinnfrei.

Mir geht es heute wirklich nicht gut. Ich weine viel, zu viel für meinen Geschmack. Ich fühle mich als würde ich nie etwas auf die Reihe bekommen. Meine Augen und mein Kopf schmerzen sehr, mir ist kalt. Ich bin müde, will aber nicht schlafen weil ich sonst Nachts wieder Schwierigkeiten habe einzuschlafen.

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KURZ UND VERWIRREND

Als ich ein Teenager war dachte ich oft das die Vergangenheit weniger schmerzhaft und leichter ist wenn man nicht an sie denkt und sie an manchen Stellen sogar einfach verleugnet.

Viele Jahre lang ab meinen 18. Lebensjahr, lebte ich mit dieser Ansicht. Ich verdrängte alles so gut ich konnte und konnte mich zu dieser Zeit nicht von diesem unnötigen Ballast befreien.

Wenige Monate nach dem Tod meiner Mutter begann ich eine Psychotherapie. Einmal Wöchentlich, bis heute. Zwischenzeitlich war es mir schon echt zu anstrengend sie durchzustehen, aber ich brach kein einziges Mal ab. Ich laß unzählige Erfahrungen von anderen Menschen die sich auch in Langzeittherapie befinden oder befanden. Bei fast allen Post wurde mir klar das Trauma das über Jahre geschah, Jahre braucht um zu heilen.

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ERSTGESPRÄCH IN DER KLINIK

Gestern hatte ich mein Erstgespräch in der Klinik. Mein Vater und meine jüngere Schwester haben mich begleitet. Gegen 10:40 kamen wir bei der Klinik an. Zu meiner Überraschung fand ich das Gebäude von außen sogar recht schön.

Zunächst musste ich im Erdgeschoss alles Administrative klären und wurde dann zu der zuständigen Psychotherapeutin weitergeleitet. Fünf Minuten später saß ich einer etwas älteren Frau mit dunkelgrauen, schulterlangem Haar gegenüber. Außerdem war auch eine sehr junge angehende Psychotherapeutin anwesend.

Im Grunde war es ein klassisches Erstgespräch mit einer Psychotherapeutin. Sie fragte über meine Eltern, für mich relevante Ereignisse in meinen Leben und ob ich bereit dafür bin meinen Schutzpanzer aufzugeben.

Ich empfand es nur als etwas unangenehm von einer dritten Person beobachtet zu werden. Natürlich verstehe ich das dies Teil deren Ausbildung ist und es nunmal unumgänglich ist doch es war ungewohnt.

Es kann bis zu einem Jahr dauern bis ich aufgenommen werden kann jedoch kann es manchmal auch schneller gehen. Ich habe keine Angst vor dem Aufenthalt selbst aber davor das es hart werden wird.

Ein dreimonatiger stationärer Aufenthalt ist eben doch etwas anderes als einmal die Woche eine Therapiestunde zu haben. Die Intensität ist etwa wovor ich einfach großen Respekt habe.

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Was denn sonst?

Seit ein paar Tagen frage ich mich warum in aller Welt denn alles so kompliziert sein muss. Besser noch, warum bin ich so kompliziert? Seit über drei Jahren arbeite ich hart an mir. Verarbeite, verändere und erkenne aber anscheinend ist das nicht genug. Ich gebe eigentlich schon mein Bestes, okay, mal mehr mal weniger.

Ich wünschte mir das es einfach wäre alles Destruktive weg zu sperren und sich nie mehr darum zu kümmern. Genuagenommen tat ich das immer, bevor ich mit der Therapie begonnen hatte. War diese Methode nicht bewährt genug? Klar, weiß ich das es nichts bringt denn man geht dann durchs Leben mit unaufgearbeiteten Gefühlen und merkt irgendwann das etwas nicht stimmt oder nicht passt.

Ich fühle mich wie die Versagerin des 21. Jahrhunderts weil wieder mal im Raum steht ob ein stationärer Aufenthalt nicht besser für meine derzeitigen Gefühle und Gedanken wäre. Alles in mir schreit:“NEIN, AUF GAR KEINEN FALL IN EINE KLINIK“. Sogar gedanklich kann und will ich mich mit diesem Thema nicht anfreunden. Es würde bedeuten das ich versagt habe. Ich würde mich selbst damit enttäuschen denn ich hätte das Gefühl das ich nicht genug gegeben und nicht genug gekämpft hätte.

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