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TÄUSCHENDE LEERE

Egal was ich heute anfange, ob zeichnen, schreiben oder denken, alles endet mit Frustration. Ein Bild das ich 6 Mal neu anfing lies ich nach dem letzten Versuch einfach bleiben. Zeile für Zeile die ich schrieb fiel der Rückgängig-Taste zum Opfer. Meine Gedanken sind inhaltslos und aber auch nicht greifbar, fast so als ob sie hinter einer Wand an mir vorbeiziehen.

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SELBST-MORD-GEDANKEN #

Jetzt liege ich in meinen Bett und schaue bestimmt schon den vierten Horrorfilm heute. Mir ist absolut bewusst das ich damit meinen Inneren Teil der sterben möchte nähre. Heute habe ich wieder vermehrt daran gedacht. Grad vorhin, in der Dusche dachte ich mir einfach die Meds nehmen und einschlafen. Automatisch dachte ich an eine Nebenwirkung an die ich immer denke wenn mir diese Gedanken kommen. Atemnot. Eine Überdosis Antidepressiva und mehrere 100mg Truxal befördern einen wenigstens ins Koma falls die erhoffte Wirkung nicht eintrifft.

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ERSTGESPRÄCH IN DER KLINIK

Gestern hatte ich mein Erstgespräch in der Klinik. Mein Vater und meine jüngere Schwester haben mich begleitet. Gegen 10:40 kamen wir bei der Klinik an. Zu meiner Überraschung fand ich das Gebäude von außen sogar recht schön.

Zunächst musste ich im Erdgeschoss alles Administrative klären und wurde dann zu der zuständigen Psychotherapeutin weitergeleitet. Fünf Minuten später saß ich einer etwas älteren Frau mit dunkelgrauen, schulterlangem Haar gegenüber. Außerdem war auch eine sehr junge angehende Psychotherapeutin anwesend.

Im Grunde war es ein klassisches Erstgespräch mit einer Psychotherapeutin. Sie fragte über meine Eltern, für mich relevante Ereignisse in meinen Leben und ob ich bereit dafür bin meinen Schutzpanzer aufzugeben.

Ich empfand es nur als etwas unangenehm von einer dritten Person beobachtet zu werden. Natürlich verstehe ich das dies Teil deren Ausbildung ist und es nunmal unumgänglich ist doch es war ungewohnt.

Es kann bis zu einem Jahr dauern bis ich aufgenommen werden kann jedoch kann es manchmal auch schneller gehen. Ich habe keine Angst vor dem Aufenthalt selbst aber davor das es hart werden wird.

Ein dreimonatiger stationärer Aufenthalt ist eben doch etwas anderes als einmal die Woche eine Therapiestunde zu haben. Die Intensität ist etwa wovor ich einfach großen Respekt habe.

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BEI TAGE DA BEI NACHT ERST KLAR – GEDANKENMÜLL

Ich kann nicht schlafen. Meine Gedanken brüllen mich an, mit schreienden lauten Gebrüll.  Frage mich warum gute Menschen leiden müssen. In diesem Fall, warum eine meiner besten Freundinnen gerade eine Talfahrt ohne Notbremsung machen muss.

Eine dieser wenigen Menschen, die ein großes Herz und so viel Gutmütigkeit besitzen, das ihnen nicht aufällt wie großartig und bezaubernd sie sind.

Ich wünschte ich könnte so viel mehr für sie tun als einfach nur mal finaziell auszuhelfen oder ihr eine Schulter und ein Ohr zum ausweinen bieten. Vor zwei Tagen haben wir zweieinhalb Stunden miteinander telefoniert und geschätzt eine ganze Stunde habe ich mit ihr geheult.

Ihre Verzweiflung lässt mich auch verzweifeln. Denn ich kenne sie schon neun lange Jahre und mag sein das sie oft gefallen ist aber so tief wie jetzt war es noch nie.

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WILLKOMMEN ZU EINEM WEITEREN CHAOTISCHEN POST

Heute ist einer dieser Tage wo ich heulend in einem dunklen Keller sitzen könnte, um mich für Stunden dieser Welt zu entziehen. Ich habe heute wieder Bewerbungen geschrieben. Ich hoffe schon gar nicht mehr auf Antworten.

Heute hatte ich auch wieder Therapiestunde. Eine anstrengende und kaum ausweichbare Stunde. Eigentlich wusste ich worüber ich heute sprechen wollte aber letztendlich bekam ich meinen Mund nicht auf. Woran es lag kann ich nicht sagen.

Ich weiß nur das mein Widerstand heute sehr stark, wie immer, ausgeprägt war. Ich weiß das ich Abstand davon halten sollte. Abstand von all meinen destruktiven Teilen, es sagt sich halt einfach so leicht.

Manchmal habe ich das Gefühl das meine Therapeutin denkt ich würde rein gar nichts verändern wollen. Natürlich stimmt das nicht aber es kommt oft einfach so rüber, denk ich.

Ich kann und will keine Entscheidungen treffen. Na, eigentlich will ich schon entscheiden aber dann kann ich es irgendwie nicht und scheiß dann einfach drauf. Verwirrend, ich weiß.

Dies ist wieder ein verwirrender Post, der kaum einen Sinn ergibt. Shit happens.

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citymind

 

NOBODY UNDERSTANDS 

Heute ist so ein Tag wo ich das Gefühl habe das mich niemand versteht. Keiner mit dem ich heute gesprochen habe versteht mich. Ich fühle mich gerade so alleine und das mag schon etwas heißen weil allein sein kann ich im Normalfall am besten. 

Ich meine ich erwarte nicht wirklich das ich verstanden werde aber ich fühle mich immer wie vor dem Kopf gestoßen wenn sie es nicht tun. Doch wie kann jemand meine Gefühle, meine Weltanschauung oder gar meine Perspektive, aus all diesem Ballast, verstehen.

Ich sitze in meinen Zimmer und zerbreche mir den Kopf darüber wie ich das unverständliche  greifbar machen kann. Obwohl ich eigentlich genau weiß das es niemanden wirklich interessiert. Natürlich nicht, man kann es ja nicht sehen, ich laufe ja nicht mit einen Gipsbein umher oder hätte irgendwelche anderen körperlich sichtbaren Verletzungen. Obwohl meine Narben des Selbstverletzens schon für sich sprechen. 

Doch da darf man auch nicht vergessen das man ja gleich übelst gestört ist und eine Ritzerin und ein kleiner Psycho. Vor allem im Sommer wenn man seine Narben nicht richtig verstecken kann oder will weil es wahnsinnig heiß ist. 

Oft quäle ich mich mit den Gedanken, das ich doch sowieso selbst schuld daran bin und ich es vermutlich nicht anders verdient habe. Doch oft einfach auch das ich nur ein Mensch bin. Eine junge Frau die in ihrem Leben schon sehr viel gelitten und überstanden hat. Da ist es doch auch verständlich das ich das irgendwie körperlich auch bemerkbar macht. 

Egal wie man es dreht und wendet, man trägt für die Gesellschaft, immer selbst Schuld an seiner psychischen Erkrankung. Das schlimmste an alle dem ist das Menschen die keine Ahnung haben immer glauben das sie es besser wissen. 

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citymind

5 MODULE DER SPANNUNGSKURVE

Die Module der Spannungskurve setzen sich aus der Achtsamkeit, dem Selbstwert, den zwischenmenschlichen Beziehungen, dem Bewussten Umgang mit Gefühlen und der Stresstoleranz zusammen. Die Spannungskurve kann helfen den Grad der inneren Anspannung zu erkennen damit man mit den dafür geeigneten Skills darauf reagieren kann.

Die Spannungskurve wird in Prozent gemessen:

Bis 30% ist die Achtsamkeit
Bis 40% ist der Selbstwert
Bis 50% sind die zwischenmenschlichen Beziehungen
Bis 60% ist der bewusste Umgang mit Gefühlen
Bei 70% liegt die Stresstoleranz & der Point of no return ist erreicht.

Der Point of no return ist der Punkt wo es sich meistens um finale Gedanken handelt, wie z.B. das alles keinen Sinn mehr macht und das sich jetzt selbst zu verletzen das beste ist usw. Nach dem Point of no return folgt kein funktionales Verhalten mehr sondern im normal Fall nur noch das sichtbare Problemverhalten.

Für einen Borderliner ist dies die Selbstverletzung. Über das Selbstverletzende Verhalten und meine persönlichen Erfahrungen damit erzähle ich dir hier.

Gerne lese ich auch deine persönlichen Erfahrungen mit dem ein oder anderen Thema. Wir lesen uns.

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