Schlagwort-Archive: therapie

DAS IST JA VERRÜCKT

Heute bin ich wirklich sehr müde. Ich habe mich absolut geweigert einzuschlafen. Ich hatte zu große Angst ich könnte heute nochmal eine Schlafparalyse erleben. Ich müsste lügen wenn ich sagen würde es hat mir keine Angst gemacht. Ich hatte schon öfter Schlafparalysen, nicht zuletzt weil es auch ein natürlicher Mechanismus des Menschen ist. Nur noch nie hatte ich so eine die mich so geängstigt hat.

Im Verhältnis zu all meinen anderen Emotionen habe ich wirklich wenig angst. Die Angst ist ein Gefühl das ich leicht unterdrücken kann, ich kann sie wegschieben und wenn es gut läuft kann ich sie auch richtig gut verdrängen. Doch wie wir wissen ist Verdrängung nicht das Mittel zur Lösung.

Weiterlesen

SELBST-MORD-GEDANKEN #

Jetzt liege ich in meinen Bett und schaue bestimmt schon den vierten Horrorfilm heute. Mir ist absolut bewusst das ich damit meinen Inneren Teil der sterben möchte nähre. Heute habe ich wieder vermehrt daran gedacht. Grad vorhin, in der Dusche dachte ich mir einfach die Meds nehmen und einschlafen. Automatisch dachte ich an eine Nebenwirkung an die ich immer denke wenn mir diese Gedanken kommen. Atemnot. Eine Überdosis Antidepressiva und mehrere 100mg Truxal befördern einen wenigstens ins Koma falls die erhoffte Wirkung nicht eintrifft.

xx

KURZ UND VERWIRREND

Als ich ein Teenager war dachte ich oft das die Vergangenheit weniger schmerzhaft und leichter ist wenn man nicht an sie denkt und sie an manchen Stellen sogar einfach verleugnet.

Viele Jahre lang ab meinen 18. Lebensjahr, lebte ich mit dieser Ansicht. Ich verdrängte alles so gut ich konnte und konnte mich zu dieser Zeit nicht von diesem unnötigen Ballast befreien.

Wenige Monate nach dem Tod meiner Mutter begann ich eine Psychotherapie. Einmal Wöchentlich, bis heute. Zwischenzeitlich war es mir schon echt zu anstrengend sie durchzustehen, aber ich brach kein einziges Mal ab. Ich laß unzählige Erfahrungen von anderen Menschen die sich auch in Langzeittherapie befinden oder befanden. Bei fast allen Post wurde mir klar das Trauma das über Jahre geschah, Jahre braucht um zu heilen.

Weiterlesen

Der schmale Grad

Heute hatte ich wie üblich meine wöchentliche Therapiestunde. Sie war sehr tränenreich. Seit einiger Zeit bin ich ziemlich erschöpft und ich war auch seit einigen Tagen sehr traurig.

Im Laufe der Stunde kam in mir wieder eine längst verdrängte Erinnerung hoch. Es ging um meine Mutter. Es war eine dieser Erinnerungen die einen schmerzen wegen ihrer Intensität. Meine Therapeutin lotste mich wie immer sehr geschickt aus diesen Schmerzen die ich mit dieser Erinnerung verband. Kennt ihr Brainspotting? Nicht? 👇🏻

👉🏻 Wissenswertes über Brainspotting 👈🏻

Nun ja, als ich mich dann auf den Heimweg machte fühlte ich wie müde ich war und wie gerne ich anstatt die U-Bahn zu nehmen, mich gebeamt hätte. Wenn ich gewusst hätte das mein Tag noch ermüdender wird hätte ich wohl darauf verzichtet mein Zimmer zu verlassen.

Meine kleine Schwester und ich hatten meinen Vater gebeten einkaufen zu gehen, was ihn sonst auch nichts ausmachte war heute ein riesen Drama. Keine Ahnung was mit meinem Vater nicht stimmt aber er war ziemlich mies drauf. Ich dachte mir ich setze mich zu ihm an den Tisch und schau ob er sich unterhalten möchte…

Weiterlesen

ERSTGESPRÄCH IN DER KLINIK

Gestern hatte ich mein Erstgespräch in der Klinik. Mein Vater und meine jüngere Schwester haben mich begleitet. Gegen 10:40 kamen wir bei der Klinik an. Zu meiner Überraschung fand ich das Gebäude von außen sogar recht schön.

Zunächst musste ich im Erdgeschoss alles Administrative klären und wurde dann zu der zuständigen Psychotherapeutin weitergeleitet. Fünf Minuten später saß ich einer etwas älteren Frau mit dunkelgrauen, schulterlangem Haar gegenüber. Außerdem war auch eine sehr junge angehende Psychotherapeutin anwesend.

Im Grunde war es ein klassisches Erstgespräch mit einer Psychotherapeutin. Sie fragte über meine Eltern, für mich relevante Ereignisse in meinen Leben und ob ich bereit dafür bin meinen Schutzpanzer aufzugeben.

Ich empfand es nur als etwas unangenehm von einer dritten Person beobachtet zu werden. Natürlich verstehe ich das dies Teil deren Ausbildung ist und es nunmal unumgänglich ist doch es war ungewohnt.

Es kann bis zu einem Jahr dauern bis ich aufgenommen werden kann jedoch kann es manchmal auch schneller gehen. Ich habe keine Angst vor dem Aufenthalt selbst aber davor das es hart werden wird.

Ein dreimonatiger stationärer Aufenthalt ist eben doch etwas anderes als einmal die Woche eine Therapiestunde zu haben. Die Intensität ist etwa wovor ich einfach großen Respekt habe.

xx

WILLKOMMEN ZU EINEM WEITEREN CHAOTISCHEN POST

Heute ist einer dieser Tage wo ich heulend in einem dunklen Keller sitzen könnte, um mich für Stunden dieser Welt zu entziehen. Ich habe heute wieder Bewerbungen geschrieben. Ich hoffe schon gar nicht mehr auf Antworten.

Heute hatte ich auch wieder Therapiestunde. Eine anstrengende und kaum ausweichbare Stunde. Eigentlich wusste ich worüber ich heute sprechen wollte aber letztendlich bekam ich meinen Mund nicht auf. Woran es lag kann ich nicht sagen.

Ich weiß nur das mein Widerstand heute sehr stark, wie immer, ausgeprägt war. Ich weiß das ich Abstand davon halten sollte. Abstand von all meinen destruktiven Teilen, es sagt sich halt einfach so leicht.

Manchmal habe ich das Gefühl das meine Therapeutin denkt ich würde rein gar nichts verändern wollen. Natürlich stimmt das nicht aber es kommt oft einfach so rüber, denk ich.

Ich kann und will keine Entscheidungen treffen. Na, eigentlich will ich schon entscheiden aber dann kann ich es irgendwie nicht und scheiß dann einfach drauf. Verwirrend, ich weiß.

Dies ist wieder ein verwirrender Post, der kaum einen Sinn ergibt. Shit happens.

xx

citymind

 

GE-DA-NK-EN-CHA-OS #

Meine Müdigkeit ist teilweise schon wirklich nicht mehr zu ertragen. Bei bis zu zehn Stunden Schlaf täglich, mal mehr mal weniger, fühle ich mich einfach wahnsinnig erschöpft.

Kleinigkeiten bringen mich zum ausrasten. Um ein Beispiel zu nennen, eine nicht einwandfreie WLAN-Verbindung lässt mich innerlich aufbrausen. Am liebsten würde ich dann einfach meinen Laptop aus dem Fenster werfen.

Noch dazu habe ich ständig das Gefühl das mich niemand, der mir nahe steht, versteht. Nicht das ich es erwarten würde, nein, ich denke nur das es manchmal besser wäre für die allgemeine Kommunikation wenn sie verstehen könnten warum meine Gefühle oft so verrückt spielen oder warum mich manchmal alles einfach nur anstrengt und überfordert.

Weiterlesen