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TÄUSCHENDE LEERE

Egal was ich heute anfange, ob zeichnen, schreiben oder denken, alles endet mit Frustration. Ein Bild das ich 6 Mal neu anfing lies ich nach dem letzten Versuch einfach bleiben. Zeile für Zeile die ich schrieb fiel der Rückgängig-Taste zum Opfer. Meine Gedanken sind inhaltslos und aber auch nicht greifbar, fast so als ob sie hinter einer Wand an mir vorbeiziehen.

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KÄPT’N DIE HOFFNUNG SCHWINDET

Ich weiß gar nicht wie ich anfangen soll. Ich weiß auch nicht wie ich diesen Post schreiben soll ohne zu weinen. (Meine Augen sind geschwollen und tun schon weh, genauso wie mein Kopf. Ich heule jetzt schon seit mehreren Stunden). Ich bin am hin und her überlegen ob ich meine Therapeutin anrufe aber es ist Wochenende, da störe ich nicht so gerne.

Damit ihr es verstehen könnt muss ich an diesem Punkt etwas ausholen. Meine große Halbschwester wohnte mit ihrem Kind, sprich meinen Neffen, knapp sechseinhalb Jahr bei uns unterm Dach. Meine Mutter war immer sehr bemüht darum das sie ihr Leben wieder auf die Reihe bekommt und alles, mein Vater hat sich da immer rausgehalten. Als im November 2013 meine Mutter starb, musste mein Vater sich darum kümmern, doch er tat es nicht.

Nun, heute warf mein Vater nur so mit Vorwürfen, Fehlern und Zweifel nur so um sich. Alle betrafen meine kleine Schwester und mich. Nun eine Liste von Aussagen die wir heute zu hören bekommen haben:

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ICH BIN SO UND SO ABER SO BIN ICH AUCH


— TRIGGER WARNING —


Manchmal habe ich das Gefühl zu viele. Ich habe so viele Persönlichkeitsanteile das ich manchmal das Gefühl habe das ich verrückt werde. Vor allem meine destruktiven Anteile sind sehr stark vertreten. Ein Auszug aus meiner heutigen Therapiestunde:

Ich hatte einen Traum über meinen eigenen Suizid. Ich stand an einem Brückengeländer, ging hin und her. Dann war da ein Typ, der ungefähr in meinen Alter war und mir mein Vorhaben ausreden wollte. Ich schrie ihn entgegen, jedes Mal wenn ich daran denke zu sterben, stell ich mir vor wie ich mir meine Kehle durchschneide. Danach bin ich aufgewacht. Die erste Frage die ich mir stellte war, wenn ich mir vorstelle mir meine Kehle durch zu trennen, warum stand ich dann auf einem Brückengeländer? Genau so erzählte ich es auch meiner Therapeutin.

Meine Todessehnsucht ist nach wie vor vorhanden. Das spannende in meinem System ist, das es etwas gibt das immer wieder weitermacht, sich nicht unterkriegen lässt und von ganz allein und automatisch funktioniert. Mal mehr mal weniger.

Das nur ein Teil von mir sterben will weiß ich auch schon längst doch es stellt sich mir immer wieder die Frage wo fängt dieser Teil an und wo höre ich auf. Ich verstehe das nicht, ich kann es einfach nicht wahrnehmen geschweige denn kann ich es differenzieren.

Seit über drei Jahren mache ich Therapie und konnte bis jetzt meinen Suizidalen Anteil nicht aufgeben. Ich hole mir diesen Teil oft genug vor, wenn es mir schlecht geht. Jetzt könnte man sich natürlich fragen warum tut sie das? Die Antwort ist Sicherheit. Es gibt mir das Gefühl von absoluter Sicherheit und Endgültigkeit. Denn mein Tod wäre für dieses Irdische Leben endgültig.

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