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TÄUSCHENDE LEERE

Egal was ich heute anfange, ob zeichnen, schreiben oder denken, alles endet mit Frustration. Ein Bild das ich 6 Mal neu anfing lies ich nach dem letzten Versuch einfach bleiben. Zeile für Zeile die ich schrieb fiel der Rückgängig-Taste zum Opfer. Meine Gedanken sind inhaltslos und aber auch nicht greifbar, fast so als ob sie hinter einer Wand an mir vorbeiziehen.

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SELBST-MORD-GEDANKEN #

Jetzt liege ich in meinen Bett und schaue bestimmt schon den vierten Horrorfilm heute. Mir ist absolut bewusst das ich damit meinen Inneren Teil der sterben möchte nähre. Heute habe ich wieder vermehrt daran gedacht. Grad vorhin, in der Dusche dachte ich mir einfach die Meds nehmen und einschlafen. Automatisch dachte ich an eine Nebenwirkung an die ich immer denke wenn mir diese Gedanken kommen. Atemnot. Eine Überdosis Antidepressiva und mehrere 100mg Truxal befördern einen wenigstens ins Koma falls die erhoffte Wirkung nicht eintrifft.

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KURZ UND VERWIRREND

Als ich ein Teenager war dachte ich oft das die Vergangenheit weniger schmerzhaft und leichter ist wenn man nicht an sie denkt und sie an manchen Stellen sogar einfach verleugnet.

Viele Jahre lang ab meinen 18. Lebensjahr, lebte ich mit dieser Ansicht. Ich verdrängte alles so gut ich konnte und konnte mich zu dieser Zeit nicht von diesem unnötigen Ballast befreien.

Wenige Monate nach dem Tod meiner Mutter begann ich eine Psychotherapie. Einmal Wöchentlich, bis heute. Zwischenzeitlich war es mir schon echt zu anstrengend sie durchzustehen, aber ich brach kein einziges Mal ab. Ich laß unzählige Erfahrungen von anderen Menschen die sich auch in Langzeittherapie befinden oder befanden. Bei fast allen Post wurde mir klar das Trauma das über Jahre geschah, Jahre braucht um zu heilen.

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Der schmale Grad

Heute hatte ich wie üblich meine wöchentliche Therapiestunde. Sie war sehr tränenreich. Seit einiger Zeit bin ich ziemlich erschöpft und ich war auch seit einigen Tagen sehr traurig.

Im Laufe der Stunde kam in mir wieder eine längst verdrängte Erinnerung hoch. Es ging um meine Mutter. Es war eine dieser Erinnerungen die einen schmerzen wegen ihrer Intensität. Meine Therapeutin lotste mich wie immer sehr geschickt aus diesen Schmerzen die ich mit dieser Erinnerung verband. Kennt ihr Brainspotting? Nicht? 👇🏻

👉🏻 Wissenswertes über Brainspotting 👈🏻

Nun ja, als ich mich dann auf den Heimweg machte fühlte ich wie müde ich war und wie gerne ich anstatt die U-Bahn zu nehmen, mich gebeamt hätte. Wenn ich gewusst hätte das mein Tag noch ermüdender wird hätte ich wohl darauf verzichtet mein Zimmer zu verlassen.

Meine kleine Schwester und ich hatten meinen Vater gebeten einkaufen zu gehen, was ihn sonst auch nichts ausmachte war heute ein riesen Drama. Keine Ahnung was mit meinem Vater nicht stimmt aber er war ziemlich mies drauf. Ich dachte mir ich setze mich zu ihm an den Tisch und schau ob er sich unterhalten möchte…

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ERSTGESPRÄCH IN DER KLINIK

Gestern hatte ich mein Erstgespräch in der Klinik. Mein Vater und meine jüngere Schwester haben mich begleitet. Gegen 10:40 kamen wir bei der Klinik an. Zu meiner Überraschung fand ich das Gebäude von außen sogar recht schön.

Zunächst musste ich im Erdgeschoss alles Administrative klären und wurde dann zu der zuständigen Psychotherapeutin weitergeleitet. Fünf Minuten später saß ich einer etwas älteren Frau mit dunkelgrauen, schulterlangem Haar gegenüber. Außerdem war auch eine sehr junge angehende Psychotherapeutin anwesend.

Im Grunde war es ein klassisches Erstgespräch mit einer Psychotherapeutin. Sie fragte über meine Eltern, für mich relevante Ereignisse in meinen Leben und ob ich bereit dafür bin meinen Schutzpanzer aufzugeben.

Ich empfand es nur als etwas unangenehm von einer dritten Person beobachtet zu werden. Natürlich verstehe ich das dies Teil deren Ausbildung ist und es nunmal unumgänglich ist doch es war ungewohnt.

Es kann bis zu einem Jahr dauern bis ich aufgenommen werden kann jedoch kann es manchmal auch schneller gehen. Ich habe keine Angst vor dem Aufenthalt selbst aber davor das es hart werden wird.

Ein dreimonatiger stationärer Aufenthalt ist eben doch etwas anderes als einmal die Woche eine Therapiestunde zu haben. Die Intensität ist etwa wovor ich einfach großen Respekt habe.

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GE-DA-NK-EN-CHA-OS #

Meine Müdigkeit ist teilweise schon wirklich nicht mehr zu ertragen. Bei bis zu zehn Stunden Schlaf täglich, mal mehr mal weniger, fühle ich mich einfach wahnsinnig erschöpft.

Kleinigkeiten bringen mich zum ausrasten. Um ein Beispiel zu nennen, eine nicht einwandfreie WLAN-Verbindung lässt mich innerlich aufbrausen. Am liebsten würde ich dann einfach meinen Laptop aus dem Fenster werfen.

Noch dazu habe ich ständig das Gefühl das mich niemand, der mir nahe steht, versteht. Nicht das ich es erwarten würde, nein, ich denke nur das es manchmal besser wäre für die allgemeine Kommunikation wenn sie verstehen könnten warum meine Gefühle oft so verrückt spielen oder warum mich manchmal alles einfach nur anstrengt und überfordert.

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ICH BIN SO UND SO ABER SO BIN ICH AUCH


— TRIGGER WARNING —


Manchmal habe ich das Gefühl zu viele. Ich habe so viele Persönlichkeitsanteile das ich manchmal das Gefühl habe das ich verrückt werde. Vor allem meine destruktiven Anteile sind sehr stark vertreten. Ein Auszug aus meiner heutigen Therapiestunde:

Ich hatte einen Traum über meinen eigenen Suizid. Ich stand an einem Brückengeländer, ging hin und her. Dann war da ein Typ, der ungefähr in meinen Alter war und mir mein Vorhaben ausreden wollte. Ich schrie ihn entgegen, jedes Mal wenn ich daran denke zu sterben, stell ich mir vor wie ich mir meine Kehle durchschneide. Danach bin ich aufgewacht. Die erste Frage die ich mir stellte war, wenn ich mir vorstelle mir meine Kehle durch zu trennen, warum stand ich dann auf einem Brückengeländer? Genau so erzählte ich es auch meiner Therapeutin.

Meine Todessehnsucht ist nach wie vor vorhanden. Das spannende in meinem System ist, das es etwas gibt das immer wieder weitermacht, sich nicht unterkriegen lässt und von ganz allein und automatisch funktioniert. Mal mehr mal weniger.

Das nur ein Teil von mir sterben will weiß ich auch schon längst doch es stellt sich mir immer wieder die Frage wo fängt dieser Teil an und wo höre ich auf. Ich verstehe das nicht, ich kann es einfach nicht wahrnehmen geschweige denn kann ich es differenzieren.

Seit über drei Jahren mache ich Therapie und konnte bis jetzt meinen Suizidalen Anteil nicht aufgeben. Ich hole mir diesen Teil oft genug vor, wenn es mir schlecht geht. Jetzt könnte man sich natürlich fragen warum tut sie das? Die Antwort ist Sicherheit. Es gibt mir das Gefühl von absoluter Sicherheit und Endgültigkeit. Denn mein Tod wäre für dieses Irdische Leben endgültig.

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